Aktueller kulturpolitischer Diskurs / Julius Stieber: „Wie viel Wirtschaft verträgt Kultur?“

Verfasst am: 01. Nov 2011 | Veranstaltungen

Kunst und Kultur zwischen Demokratisierung und Ökonomisierung

Die Ökonomisierung der Städte macht vor den Toren der Kunst nicht halt. Standortmarketing, Kulturtourismus und Kreativwirtschaft sind die neuen Wegmarken einer zeitgemäßen Kulturpolitik, die für einen neuen Schub in der Stadtentwicklung sorgen möchte. Unter diesen Prämissen müssen wir uns die Frage stellen, wie der Autonomieanspruch von Kunst und Kultur aufrechtzuerhalten ist. Am Beginn des Diskussionsprozesses um den Linzer „Kulturentwicklungsplan neu“ lotet der Kulturdirektor der Stadt Linz, Julius Stieber, die Möglichkeiten einer Kulturverwaltung im Spannungsfeld von Ökonomie und Demokratisierung aus.

Eine begleitende Veranstaltung zum Projekt “Kulturentwicklungs-
plan neu” (KEP neu) in Kooperation des Kepler Salon mit Linz Kultur

Julius Stieber: “. . .  Im Zentrum meiner Überlegungen und Beobachtungen steht dabei die schleichende Änderung des kulturpolitischen Diskurses – und auf diesen werde ich mich im Folgenden auch konzentrieren –, bei der das Ökonomische langsam die Oberhand gewonnen hat. Man könnte auch von einer Hegemonie des Ökonomischen im kulturpolitischen Diskurs sprechen, von einer Themen- und Meinungsführerschaft, wobei festzuhalten ist, dass zwischen einem innerkulturellen und einem kulturpolitischen Diskurs zu unterscheiden ist und sich die Dominanz des Ökonomischen in unterschiedlicher Weise und unterschiedlichen Graden manifestiert. . . ” weiterlesen

Zum Nachlesen:  LINK

Zum Nachhören – eine Aufzeichnung der Veranstaltung im Kepler Salon: LINK